
Auf dem richtigen Weg, aber zu langsam.
Die Energiewende in Deutschland folgt einer sehr speziellen Choreografie: Die Richtung gibt die ökologische und wirtschaftliche Notwendigkeit der Energiewende vor, den Zeitpunkt und die Mechanik aber die Gesetzgebung.
Die Produkte eines Unternehmens verändern sich also, weil sich ein Gesetz geändert hat, nicht weil sich ein Kunde geändert hat.
Das ist für alle Player im Energiemarkt herausfordernd, setzt aber insbesondere Stadtwerke unter Druck: Neben der klassischen Daseinsvorsorge drängen Themen wie Wärmeplanung, Smart Metering, dynamische Tarife. Alles müsste – kann aber nicht – gleichzeitig gemacht werden. So sind sie allzu oft gezwungen, Entscheidungen unter Druck zu fällen. Fokussierung fällt schwer: Die klassischen Stärken, hier insbesondere Stabilität und Verantwortungsübernahme, kollidieren mit der Notwendigkeit, Verantwortung bewusst an spezialisierte Partner abzugeben.
Das ganze Interview mit Christian Barte und Florian Müller: The Steering Room #5: Financing, Pressure and Limits of the German Stadtwerke – Centida