Ihre
Fragen,
unsere
Antworten

Allgemeine Fragen zum Thema THG

Was passiert, wenn ich die THG-Quote nicht beantrage?
Erst einmal gar nichts. Schade wäre es dennoch: Sie verschenken in dem Fall bares Geld. Wenn Sie noch ein bisschen nachdenken möchten, kein Problem. Ihren THG Bonus für das aktuelle Jahr können Sie noch bis zum 31. Januar des Folgejahres beantragen.

Wo finde ich die gesetzlichen Grundlagen zur THG-Quote?
Die Treibhausgasminderungsrechte sind im BundesImmissionsschutzgesetz geregelt: Wer es ganz genau wissen möchte, schaut im 37. BlmschG und im 38. BlmSchV nach.

Wird die BAFA-Förderfähigkeit meines E-Autos beeinträchtigt, wenn ich die THG-Quoten generiere?
Nein. Diese Förderinstrumente funktionieren völlig unabhängig voneinander und beruhen auf unterschiedlichen Gesetzesgrundlagen.

Wofür steht die Abkürzung THG-Quote?
TreibHausGas MinderungsQuote

Wie trägt die THG-Quote dazu bei, Emissionen zu reduzieren?
Vereinfacht gesagt: Die Mineralölfirmen unterstützen über diesen Mechanismus die Elektromobilität und machen sie so attraktiver. Nebenbei verteuert die THG-Quote fossile Brennstoffe und macht sie damit für VerbraucherInnnen unattraktiver. Dadurch lohnt sich dann wieder das Nachdenken über ein Elektroauto. Mit diesem „Schwungrad“ kommen die Elektromobilität und damit die Mobilitätswende noch ein bisschen schneller voran.

Bringt das System der THG-Quote die Energiewende wirklich voran?
Oder ist das nicht ein systemerhaltender Mechanismus, mit dem sich Mineralöl-Firmen grüner darstellen können, während mein Konto sich freut?

Zugegeben, das THG-Quoten-System senkt nicht unmittelbar die CO2-Emissionen der Mineralölfirmen. Es hat aber zwei wichtige Stellhebel:
1. Es macht es den Mineralölfirmen sehr unattraktiv, ihre CO2-Vorgaben zu reißen, da es sie unmittelbar Geld kostet. Ja, sie können kompensieren, aber es macht ihr Produkt teurer und unattraktiver, da sie diese Mehrkosten weiterreichen wollen/müssen. Der Effekt: CO2-arme Mobilität wird attraktiver, da der „Treibstoff“ im direkten Vergleich günstiger wird und der Druck auf die Mineralölfirmen steigt, ihr Produkt attraktiver, sprich günstiger zu machen. Und das funktioniert dann nur über stärkere CO2-Einsparungen. Das Ziel, die Mineralölindustrie CO2-ärmer zu machen, wäre dadurch erreicht.
2. Damit die Strafzahlungen nicht nur anfallen, sondern einen energiewende-relevanten Beitrag entfalten können, gehen sie nicht an den Staat sondern – sozusagen als Belohnung – an Menschen, die aktiv in emissionsarme Mobilität investiert haben. Damit wird Elektro-Mobilität zweifach attraktiver: der „Treibstoff“ ist im Vergleich günstiger und es gibt zusätzlich eine unmittelbare jährliche Entlastung.

Und dennoch ist die Frage natürlich berechtigt: Der Erfolg der Energiewende wird perspektivisch der Tod dieses Förderinstruments sein. Wenn die Mineralölfirmen ihre Quoten erfüllen, wird an den Märkten kein Geld mehr für Treibhausgasminderungsrechte zu erlösen sein. Bis dahin ist aber vermutlich noch ein ganzes Stück des Weges zu gehen. Bis es soweit ist, sind die Strafzahlungen der Mineralölkonzerne Ihre Belohnung für die Entscheidung, Ihre persönliche Energiewende voranzubringen.

Brauche ich eine Wallbox oder eine Ladestation? In den AGB steht etwas von nicht öffentlicher Ladepunkt?
Nein, die Zulassungsbescheinigung reicht als Nachweis aus. Es ist egal, wie Sie Ihr Auto tatsächlich laden. Es wird auch nicht überprüft, ob das Auto mit Grün- oder Graustrom geladen wird.

Was passiert mit meinen Daten?
Alles, was wir tun, basiert auf den strengen Vorgaben der DSGVO. Ihre Daten werden auf Servern in Deutschland gespeichert und werden selbstverständlich nur für die in unseren Datenschutzhinweisen vereinbarten Zwecke verwendet.

Hat die THG-Quote etwas mit den seit 2021 geltenden CO2-Abgaben auf Kraft- und Heizstoffe zu tun – auch bekannt unter nationaler Brennstoffemissionshandel?
Nein. Der Brennstoffemissionshandel verpflichtet die Teilnehmenden dazu, Zertifikate für die Menge an Treibhausgasen zu erwerben, die durch die Verbrennung von Kraft- und Heizstoffen entstehen. Der Mechanismus der THG Quote verpflichtet dagegen Kraftstoffanbieter, die Emissionswerte um einen bestimmten Prozentsatz zu reduzieren. Erreichen Sie diesen Prozentsatz nicht, werden Strafzahlungen fällig, oder es müssen Treibhausgasminderunsrechte dazugekauft werden, die an anderer Stelle durch emissionsarme Technologien eingespart werden konnten. Wie z.B. Elektroautos.

Fragen rund um die Auszahlung/Prämie

Wann erhalte ich mein Geld?
Die Auszahlung auf das von Ihnen angegebene Konto erfolgt, sobald das Umweltbundesamt die Bescheinigung erteilt hat. In der Regel geschieht das innerhalb weniger Wochen.

Was passiert, wenn ich mein Fahrzeug irgendwann im Jahr verkaufe?
Jedes Jahr kann die Quote nur einmal generiert werden. Wenn Sie die Quote bereits generiert haben, kann der Käufer oder die Käuferin das für das laufende Jahr nicht mehr tun. Wir empfehlen, das im Kaufvertrag festzuhalten.

Ich habe mein E-Auto erst innerhalb des Jahres neu gekauft – kann ich trotzdem THG Quoten generieren?
Ja, Sie erhalten die volle Prämie, wenn Sie ein Fahrzeug in diesem Jahr neu gekauft haben.

Muss ich nachweisen wie viel ich geladen habe? Ist es relevant, wo ich lade?
Nein für jedes Elektroauto wird eine pauschale Menge angesetzt, unabhängig von der tatsächlichen Lademenge.

Fragen von Gewerbetreibenden

Wer ist quotenberechtigt?
Der oder die FahrzeughalterIn, also der-/diejenige der in der Zulassungsbescheinigung Teil I als HalterIn eingetragen ist. Bei Dienstwagen ist das in den meisten Fällen die Firma.

Was ist mit Leasing-Fahrzeugen?
Auch hier kann die THG-Quote geltend gemacht werden. Berechtigt ist der oder die HalterIn (wie in der ZLB1 Teil I eingetragen). Bitte denken Sie daran, dass die THG-Quote nur einmal im Jahr beantragt werden kann.

Was ist mit meinem Firmenwagen?
Der oder die HalterIn des Fahrzeugs ist in der Regel berechtigt. Wenn die Firma die Halterin ist, sollten Sie mit der Firma klären, ob Sie die THG-Quoten einreichen dürfen.

Hat die THG-Quote etwas mit den Co2-Flottengrenzenwerten zu tun?
Nein. Die Regelungen für die Reduktion von Emissionswerten setzen an verschiedenen Stellen an. Flottengrenzwerte betreffen unmittelbar die Fahrzeughersteller, während die THG-Quote die Anbieter von Kraftstoffen betrifft.